Work-Life-Balance trennt, was zusammengehört. Treffender wäre: Balanced Life.
Die viel zitierte Work-Life-Balance steht sinnbildlich für ein schwieriges Verhältnis zur Arbeit. Sie klammert Arbeit aus dem Leben aus – als wäre sie dessen Gegenteil. Der Begriff «Balanced Life» trifft es besser: Er betont den Ausgleich aller Lebensbereiche, in dem Arbeit ein zentraler Bestandteil ist – neben Familie, Freizeit, Gesundheit und persönlicher Entwicklung. Ein ausgewogenes Leben fragt nicht, wie viel Arbeit zumutbar ist, sondern ob sie sinnerfüllt ist.
Balance entsteht nicht durch Freizeit allein. Wer im Job keine Erfüllung findet, versucht oft, Defizite im Privaten zu kompensieren. Das funktioniert nur bedingt. Arbeit muss nicht immer Spass machen – aber sie darf Sinn stiften, fordern und wachsen lassen. Wenn sie mit den eigenen Bedürfnissen übereinstimmt, wird sie Teil eines stimmigen Ganzen.
Dann ist auch ein fordernder Arbeitstag kein Gegensatz zum Leben – sondern Ausdruck davon. Der Schlüssel zur Balance liegt nicht im Ausgleich, sondern in der Passung.
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Mein Job muss Spass machen. Na dann – viel Vergnügen!
