Der beste Hinweis auf künftiges Verhalten ist das vergangene. Darauf baut das Behavioral Interview.
Im Gegensatz zu klassischen Interviewfragen – «Was würden Sie tun, wenn…» – wollen Recruiter hier wissen, was Bewerbende tatsächlich getan haben. Mithilfe der Critical Incident Technique befragen Interviewende im Vorfeld Vorgesetzte und Teammitglieder nach erfolgskritischen Situationen: Konflikte, Führungsherausforderungen, Kundenbeschwerden. Im Gespräch schildern Bewerbende dann vergleichbare Situationen aus ihrer eigenen Vergangenheit. Diese strukturierte Interviewform hat sich in Studien als besonders aussagekräftig erwiesen – weil sie reale Verhaltensbelege liefert statt Wunschbilder.
Für Bewerbende ist das Behavioral Interview herausfordernd – und verlangt gezielte Vorbereitung. Wer zeigen will, dass er führungsstark ist, sollte eine konkrete Situation aus dem Arbeitsalltag erzählen, in der er das unter Beweis gestellt hat. Die STAR-Methode – Situation, Task, Action, Result – hilft dabei, solche Beispiele klar und nachvollziehbar zu strukturieren.
Wer das schafft, ermöglicht dem Gegenüber, das eigene Verhalten mit dem inneren Auge zu sehen. Und genau das ist das Ziel.
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